High Tech vom Fuße der Schwäbischen Alb

Leuze GmbH, Owen an der Teck

Erweiterung des Firmensitzes der Leuze GmbH um Büro-, Verwaltungs- und Produktionsflächen - Die Leuze GmbH ist ein international tätiges, führendes Unternehmen im Bereich der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Sensoren für die industrielle Automatisierung. Auf Grundlage einer Bedarfsstudie wurden wir beauftragt die Vorplanung für die räumliche Entwicklung auf dem Areal der Firma vor dem Hintergrund einer etappenweisen Umsetzung vorzunehmen. Eine klare räumliche Gliederung, die betriebstechnischen Abläufe sowie die Umsetzung eines klaren und starken Markenbildes sind zentrale Aspekte des Entwurfs.

Einfachheit als Grundprinzip

Ziel des Entwurfs ist es durch eine städtebaulich und funktional sinnvolle Erweiterung ein harmonisches Gesamterscheinungsbild des Firmensitzes zu erzielen. Die Magistrale verbindet als horizontale Erschließungs- und Entwicklungsachse alle Bereiche - Bestand wie Neubauten. Sie gewährt eine einfache Orientierung und ermöglicht einen konsequenten schrittweisen Ausbau in drei oder mehr Bauabschnitten.  Alle wichtigen Funktionen schließen direkt an, im Bereich der Schnittstelle zwischen bestehender Verwaltung und Neubau weitet sie sich zum Empfangs- uns Foyerbereich.

„Es ist uns wichtig, daß unsere Architektur das Wesen seiner Nutzer erfasst und spiegelt“

Optimierung durch funktionale Trennung 

Neben den städtebaulichen Qualitäten, welche durch die modulare Anordnung der Funktionen geschaffen werden, liegt der große Vorteil der funktionalen Trennung in der autarken Optimierung der jeweiligen Funktionsbereiche sowie in deren separater Erweiterbarkeit. Sowohl die Produktion, als auch der Logistikbereich oder der Bürotrakt können in späteren Schritten ohne größere Einschränkungen bei laufendem Betrieb weiter ergänzt werden. Produktion und Logistik wachsen linear entlang der Magistralen, der Bürotrakt kann aufgestockt werden. Durch die angepasste Geschosshöhe kann von hier bei Bedarf auf jeder Ebene versatzfrei direkt an den bestehenden Verwaltungsbau angeschlossen werden.Gleichzeitig garantiert die Anordnung der einzelnen Funktionen zueinander optimale innerbetriebliche Abläufe mit kurzen Wegen.

Städtebau

Der neue Büroriegel versteht sich als städtebauliche Fortsetzung des Verwaltungsgebäudes und definiert als dessen Gegenüber den Eingangshof. Er stellt die Schnittstelle zu dem direkt anschließenden Produktions- und Lagerbereich dar. Das sich aufweitende Grundstück legt nahe, den Produktionsbereich in weiteren Bauabschnitten mit größerer Hallentiefe zu erweitern, um so die vorhandenen Flächenreserven optimal ausnützen zu können. Zudem wird hierdurch eine hohe städtebauliche Qualität erzeugt, da das Volumen wie selbstverständlich gegliedert wird.

„Wenn es eine einfache Lösung gibt, ist sie immer besser“

Bestand, Wandel und Innovation

Neben den städtebaulichen und funktionalen Entscheidungen soll die Architektur das Firmenbild nachhaltig stärken. Als etabliertes Unternehmen mit starker lokaler Bindung vermittelt die Architektur den innovativen Charakter der Produkte und gleichzeitig die solide wertetreue Haltung des Unternehmens: Eine starke Einfassung zur Straße schützt den introvertierten Gartenhof und führt Mitarbeiter und Besucher zum Eingangshof. Als solider Sockel trägt sie den Büroriegel und verbindet durch dieses Motiv gestalterisch den Neubau mit dem bestehenden Verwaltungsgebäude.

Erkennen, identifizieren und schützen

Der Büroriegel ist mit einer Fassade aus hochformatigen Glas- und Aluminiumpaneelen bekleidet. Subtil werden die Eigenschaften der Produkte von Leuze electronic - erkennen, identifizieren und schützen versinnbildlicht: Klarglas, Glas mit einem hohen Reflexionsgrad und absorbierende Alupaneele wechseln sich in einem unregelmäßigen Spiel ab und bilden ein homogenes Ganzes, welches partiell Einblicke ermöglicht und fragmenthaft den Bestand reflektiert. Im Bereich der Produktion wird die horizontale Gliederung der bestehenden Halle aufgenommen. Das bodentiefe Panorama-Fensterband stellt einen starken Bezug zur Landschaft her und verspricht eine hohe Qualität am Arbeitsplatz.

Projektinformationen

Ort

Owen an der Teck, Deutschland

Projektstatus

Projekt

Auftraggeber

REM Assets, Stuttgart

Team

Hadi Tandawardaja
Tobias Bochmann

in Kooperation mit

REM Assets

Verfahrens-/Projektart

Direktbeauftragung

Leistungen

Vorentwurf

Bearbeitungszeitraum

2011