Zweifarbige Blockrandbebauung

Wohnbebauung im Quartier Bahnhof Petershausen, Petershausen

Barrierefreies Wohnen zwischen Hof und Stadt – Die im Rahmenplan vorgesehene Blockrandbebauung wird in Form einer robust gegliederten, identitätsstiftenden Bebauung umgesetzt. Die in ihrer Materialität homogene Klinkerfassade der beiden Baukörper trägt in dem sehr heterogenen Umfeld dazu bei. Urbanität und Dichte werden durch den Verzicht auf Abstandsgrün und halbprivate Vorzonen zum öffentlichen Straßenraum verstärkt. Gleichzeitig werden dadurch wertvolle Freiflächen den privaten Innenhöfen zugeschlagen. Die Wohnhöfe mit einem definierten Spielbereich und intimen Aufenthaltsinseln bilden jeweils das Herz der offenen Blöcke.


Durchwohnen

Die barrierefreien Wohnungen greifen das Prinzip der Hierarchisierung von eher öffentlichen gemeinschaftlichen Bereichen zu sehr privaten Individualräumen auf. Eine großzügige Wohnachse mit flexibel teilbarem Wohn-Essbereich öffnet sich jeweils zum Straßenraum und dem privaten Hofbereich und wird durch einen privaten Freibereich ergänzt. Diese Anordnung ermöglicht neben dem “Durchwohnen” auch das Abtrennen des Küchenbereichs. Der durchgesteckte Wohnraum wird durch die angegliederten Individualräume, die sich ebenso jeweils zum Innenhof wie zum Straßenraum orientieren, sowie durch das Bad ergänzt.

Farbe und Oberfläche

Die farbliche Unterscheidung sowie die Oberflächenbeschaffenheit der straßenseitigen und der hofseitigen Fassaden schaffen unterschiedliche Atmosphären im öffentlichen Raum und den privaten Bereichen. Außen glatte Klinker in sattem Grün, zu den Höfen gerumpelte Klinker in Blau.

Barrierefrei

Die barrierefreie Erschließung erfolgt sowohl vom öffentlichen Straßenraum als auch über einen Zugang von den Wohnhöfen. Dabei folgt die Anordnung der Erschließungskerne dem Prinzip der Wohnungen und verbinden als durchgesteckter Raum den öffentlichen Bereich und den Innenhof.

Wirtschaftliche Konstruktion

Tragende Wandschotten aus Kalksandstein mit einem Regelachsabstand von 7.20 m sowie Halbfertigteildecken ermöglichen eine wirtschaftliche Erstellung. Raumbildende Zwischenwände dienen der räumlichen Gliederung.
Die Fassaden werden gemäß der energetischen Anforderungen sowie unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit aus 17.5 cm KS Mauerwerk mit WDVS sowie einer bekleidenden Schicht aus pflegeleichten robusten Klinker-Riemchen erstellt. Holz-Alu-Fenster unterstreichen die eine angemessen wertige Wirkung der Fassade.

Eine großzügige durchgesteckte Wohnachse mit flexibel teilbarem Wohn-Essbereich öffnet sich zum Straßenraum und zum gemeinschaftlichen Innenhof und wird durch einen privaten Freibereich ergänzt.

Projektinformationen

Ort

Petershausen, Deutschland

Auftraggeber

WOBAK Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH Konstanz

Verfahrens-/Projektart

Realisierungswettbewerb mit Ideenteil

Fläche

9500 m²

Bearbeitungszeitraum

2008

Fertigstellung

2009

Wettbewerbe

Wohnbebauung im Quartier Bahnhof Petershausen, Konstanz, engere Wahl